Öffnen eines geteilten Speichers in UFS Explorer aus einer Reihe von "Chunk"-Dateien
Die Aufteilung großer Speicher oder Disk-Images in kleinere einzelne Segmente ist eine gängige Praxis, die in verschiedenen Szenarien angewendet wird. Ein möglicher Grund sind Dateigrößenbeschränkungen, wenn bestimmte Systeme oder Programme eine maximale Größe für einzelne Dateien festlegen. Ein weiterer Faktor sind Speicherkapazitätsbeschränkungen, da der Zielspeicher möglicherweise nicht über genügend freien Speicherplatz verfügt, um das vollständige Image aufzunehmen. Auch Software- oder Formatspezifika spielen eine Rolle, beispielsweise wenn bestimmte Virtualisierungs- oder forensische Anwendungen aus Kompatibilitätsgründen kleinere Dateigrößen erfordern.
Geteilte Disk-Images können für Datenwiederherstellungstools problematisch sein, da die meisten von ihnen nur für die Verarbeitung kompletter Disk-Images und nicht für segmentierte Images konzipiert sind. Benutzer müssten die Teile daher vor der Verarbeitung manuell sortieren und kombinieren. Im Gegensatz zu Standardsoftware können die Editionen Professional und Technician von UFS Explorer nahtlos mit geteilten Disk-Images arbeiten, indem sie deren "Chunks" zu einem virtuellen übergreifenden Speicher zusammensetzen.
Hierfür bietet die Software eine spezielle Option – "Speicherabbild aus Dateistücken", die im Abschnitt "Öffnen" des Hauptmenüs verfügbar ist.
Der Benutzer wird aufgefordert, alle verfügbaren Segmente des geteilten Images auszuwählen. Dies kann sofort über Tastaturkürzel erfolgen.
Alternativ kann jedes Segment einzeln über die Schaltfläche "Dateien hinzufügen" geladen werden.
Wenn alle Segmente gleichzeitig geöffnet werden, sortiert UFS Explorer sie automatisch gemäß der erkannten Namenskonvention. Separat hinzugefügte Komponenten können mithilfe der Schaltfläche "Dateien sortieren" basierend auf einer der integrierten Voreinstellungen angeordnet werden:
"Alphabetische Reihenfolge" – um Dateinamen alphabetisch zu ordnen;
"ACE Lab LBA-Reihenfolge" – um die Chunk-LBAs aus Dateinamen zu extrahieren und die Chunks gemäß ihren LBAs zu platzieren (für Disk-Images, die mit PC-3000 Data Extractor und anderen ACE Lab-Lösungen erstellt wurden;
"MRT Data Explorer-Reihenfolge" – um die Chunk-LBAs aus Dateierweiterungen zu extrahieren und die Chunks entsprechend den jeweiligen LBAs anzuordnen (für Disk-Images, die mit MRT Data Explorer erstellt wurden);
"Numerische Erweiterung" – um die Ordnungszahlen von Chunks aus Dateierweiterungen zu extrahieren (für Disk-Images, die mit Software mit einem numerischen Erweiterungsformat erstellt wurden, wie FTK Imager und andere).
Bei Bedarf kann die Reihenfolge der Komponenten auch manuell über die pfeilartigen Schaltflächen angepasst werden.
Wenn der Benutzer auf "Bauen" klickt, konsolidiert die Software diese Segmente in einem einzigen übergreifenden Speicher, auf den über den Speichernavigationsbereich zugegriffen werden kann.
Letzte Aktualisierung: 06. März 2025